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29.02. 2020 - Trost Festival

für die am 29sten Februar Un- und geborenen *, 1 Minifestival zur Feier der möglichen Veröffentlichung des neuen Infamis-Albums »Heimat und Verwesung«
19 Uhr, Königsstadt Club, Saarbrücker Strasse 23, Berlin Mitte

lp

Es ist unwahrscheinlich an einem 29sten Februar geboren zu werden und mal abgesehen vom einfach so ins Leben geworfen zu sein, nicht zwingend ein Segen. Trotzdem streben wir in unserem albern-heroischen Tun & Machen oft nach Unverwechselbarkeit, nach Herausragen, nach Individualismus und mögen es nicht so mit der Masse zu verschwimmen.

So kam uns die Idee an diesem 29sten Februar 2020 ein TROST - Festival zu veranstalten. TROST für die an diesem Tag geborenen, die immer einen Ersatzgeburtstag errechnen müssen, immer jünger sind und trotzdem altern und TROST für jene die es nicht geschafft haben (werden wie wir, ihr neues Album »Heimat und Verwesung« genau an diesem herausragenden Tag in die grosse, weite Welt des glamourösen Showbiz abzusondern).

HALT, STOP!!! Augenblicklich wissen wir noch gar nicht, ob wir das Album fertig bekommen. Es bleibt wahrscheinlich unwahrscheinlich …für und in fast jedem Fall spenden und finden wir TROST an diesem Abend in Berlin Mitte. Wir haben uns 3x Gäste eingeladen, die uns in besonderen Augenblicken des letzten Jahres über die Leber liefen und sich in uns gegraben haben. Natürlich ist das auch der Versuch Leute zusammenzubringen, die sonst eher aneinander vorbeihuscheln, obgleich sie demselben Horizont entgegenstraucheln. Jeder spielt n kurzes Set, wir Niekelnagelneues und alte Lieder, um diesen Tag zu begehen, TROST zu suchen und zu geniessen, in der leisen Ahnung, dass das ja nicht alles ewig so weiter geht.

19 Uhr: Türen auf

20 Uhr
Alexander Krohn

21 Uhr
Ende September

22 Uhr
Golden Dark

23 Uhr
Infamis

Später:
Tanz in den März zu konservierter Musik.
eintritt: 8,-/15,-

es

Ganz junges Blut gibt's mit ENDE SEPTEMBER, die seit Anfang 2019 ihr Wesen treiben. Zwischen den Stilen (findet doch - ganz egoistisch - selber ne Schublade) und Lärm. Sie fokussieren sich auf das Schaffen von allem möglichen, durch Musik ausdrückbarem und haben seit ihrer Gründung 7 Songs geschrieben. 2 Damen und 3 Herren (in der Tat wirklich noch Schüler), denen wir eher zufällig im Probenraum vor die Flinten liefen und die uns zu ihrem Debüt-Konzert einluden und uns nicht nur aus den Sätteln, sondern auch noch aus den Socken hauten. Wilde Krachenergie und so coole intensive Ruhe, dass man an das 'Früher war eh alles besser' nicht mehr glauben muss. Ein Glück! Schwere Empfehlung, selbstverständlich. Bruno (Schlagzeug), Asja (Bass), Jimmy (Gitarre), Johan (Gitarre), Marlene und Caspar Valentin (Gesang).

ende-september.de.tl
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GOLDEN DARK. "easy and uneasy listening." Daevid McMillan(vocals, guitar), Elo Masing (violin, Backing Vocals, Small instruments), André Pontífice (bass), João Clemente (electric guitar), Bernardo Sousa (Guitars) Itta Nakamura (Drums). Das Märchen dieser Band, die uns an einem graukalten Novemberabend nach nem 12 Stunden Tag im Studio passierte, den wir, ausgenuddelt und hundemüde nur schnell noch mit nem Bier beenden wollten, liest sich wie erdacht. Aber ich kann Euch sagen, dass die Nacht recht kurz wurde und ich mit guter Energie aufgetankt nach Hause wankte und das was ich da sah und hörte nicht mehr aus dem Kopf und oder Bauch bekam und wieder wollte.

Vor gar nicht all zu langer Zeit gründen Elo (ernste Geigerin und weltreisende Komponisten beheimatet im weiten Feld der Neuen Musik) und Daevid (song-schreibender und singender Ire) Golden Dark. Sie beginnen zu mischen was sie tun und alchemistisch etwas dunkel glänzendes herzustellen. Unerhört, frisch, elegisch, wildsamtig, verwoben wie ein Teppich aus Möbiusband. Wenig später betreten 3 Portugiesen die Hexenküche reihen sich nahtlos mit um den Kessel und füllen die Lücken, ohne den Brei zu verderben. Sie spielen um ihr Leben: auf der Strasse, in jedem Schuppen, der sich bietet, in jedem Raum, der sie fasst. Sie üben sich an vielem von Jazz bis Coverarien. Und erst als der 6. Mann den weiten Weg aus Japan nach Berlin zurückgelegt und man sich gegenseitig gefunden und erkannt hatte, konnte Golden Dark das sein, was es jetzt ist. Man zog musizierend durchs Baltikum, wuchs, weinte, lachte, bannte die Musik in Form eines natürlich selbstbenannten Debut Albums auf Vinyl, von dem jede Hülle ein linolgeschnittenes Unikat von Daevids Hand ist und knetete das, was wir an jenem kaltgrauen Novemberabend entdecken durften. Lasst Euch verzaubern.

goldendark.net
goldendark.bandcamp.com
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ALEXANDER KROHN liest aus seinem Roman »Px« und spielt eigene Songs.
vita: Alexander Krohn, geboren 1971 in Berlin (Ost), seit 1992 Musiker (Britannia Theatre u.a.), seit 2001 Schriftsteller.

Das sind die wenigen Worte die A. Krohn über sich selbst verliert. Natürlich kann ich da nicht an mich halten und muss einiges dazuklieren, damit wir alle wissen oder ahnen: wie und warum. Schliesslich ist er der Mann, der mir meine 1. und einzige Klavierstunde gab, in den 90ern mit seiner Band Britannia Theatre Unterhaltungsmassstäbe setzte, das ganze auf dem Höhepunkt schlafen legte um nach New York zu ziehen, Platten aufzunehmen in vielen Ecken der Welt; von Europa über Amerika, nach Asien, nach Europa und einfach nicht aufhört seine kruden kleinen und riesig grossen Geschichten zu erzählen, sogar auf Tschechisch. Manchmal wach ich nachts auf (oder mitten am Tage) von den Melodien, die mir im Kopf rumoren oder Sätzen die punktgenau sagen, was man nicht erwartet und die man später oder gar nicht begreift. Auf einer unserer letzten Touren war er unser Gast und wir hatten Zeit ihm zu zuschauen und zu zuhören, das war wunderbar, dass wir Euch das ungern vorenthalten möchten. Im letzten Jahr rekelte sich die alte Britannia Theatre Schlange wieder und hat hoffentlich bald Hunger genug sich das wohlbeleibte Berliner Publikum einzuverleiben.

Bis Dahin nehmen wir mit Alexander Krohn Solo Vorlieb, live bei uns mit Musik und neuen Wörtern aus seinem Roman Px; und dann fummeln wir gerade noch an soner Art Schlagabtausch-email-Blitzschach-in-Zeitlupe, den wir, wenn er denn was wird auch vortragen wollen. Retten wird das auch nichts, aber trösten ziemlich sicher.

distillerypress.de

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INFAMIS ...also möglicherweise folgt am 29. 02. 2020 der Single »Lately/Helden« (Tochter) nun das 7. Album »Heimat und Verwesung« (die Eltern) auf Moloko+.

» ...Diese urbanen Cowboys ziehen in Italo-Western-Manier ihre Pfade durchs Brandenburgische, durch Moore und von Weiden begrenzte Auen, entfalten geheimnisvolle Tiefe, wo andere nur Flächen sehen. Wir treffen auf über-lebende einer ostdeutsch geprägten Empörungspoesie, die mit Wucht und Unerbittlichkeit mahnt, wo andere schon aufgegeben haben. Das mag etwas aus der Zeit gefallen erscheinen, erinnert aber an den universellen Charakter des Rocks, dessen starke Stimmen nie vergessen werden.«
Christine Heise

» ...this was Sisyphos making music. An old but never discovered band, knowing they have to die and will be forgotten play for free. They are not giving in, fighting another last fight with a stone in their fists. ... Don't miss the next concert... «
Boris Eldagsen

»Warum ich diese Musik so gut finde? Es wird Ihnen nach dem ersten Hören ähnlich gehen wie mir, nur Ihre Begründung mag jeweils anders klingen als ›wie wenn Tom Waits aus Rilke-Gedichten deutsch gelernt und die daraus entstandenen Songs dann zu dem Soundtrack für einen Italo-Western verarbeitet hätte.‹«
Wim Wenders

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Fotos zu alle Künstler
* Frei nach »Trostgründe für die unglücklichen, die am 29sten Februar geboren sind« von Georg Christoph Lichtenberg

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